Die Mauer ist fertig

Wie erwartet, hatte sich die Erneuerung der Mauer schwieriger gestaltet als geplant. Aber außer mehr abzutragender und neu zu schaffender Mauer und deutlich mehr Mörtelverbrauch hielt es sich in Grenzen. Jedenfalls ist die Mauer nun wieder gerade und nach zwei Tagen Wartezeit ist auch die obere Abdeckung angebracht. Selbst ein paar lose Steine am Grill haben wir wieder angemauert.

Mauer und Abdeckung die Bahnfläche mit Hangschutz

Die bisherige Playmobil-Siedlung wird nun zuhause in der Badewanne eingeweicht und dann schauen wir mal was davon noch verwendbar ist oder was ersetzt werden muss. Einen Wasserturm für die Eisenbahn haben wir jedenfalls schon wieder und wenn das Wetter so gut bleibt können wir mit der Wiederherstellung der Bahnstrecke in diesem Jahr noch weitermachen. Ob dann wirklich dieses Jahr schon die Bahn wieder fahren kann?

Die neue Bahnstrecke kommt voran…

Vor ein paar Tagen haben wir begonnen, die alte Gartenbahn-Strecke wieder zu reparieren und haben da die ersten Platten gelegt. Nachdem wir nun im Baustoff-Handel die zusätzlichen Ziegelsteine erworben haben, konnte es weiter gehen und inzwischen sind die ersten 4 Quadratmeter fertig. Die Fläche reicht für einen Kreis mit Abstellgleis.

die Platten sind verlegt endlich wieder eine ebene Fläche das erste Brückenelement

Das erste Brücken-Element ist auch bereits wieder angebracht und mit der Brückenrampe verbunden. Bevor es allerdings an die restliche Strecke geht, sind noch ein paar Ziegelsteine in der darunterliegenden Mauer zu ersetzen und die Mauer wieder gerade zu richten. Im Lauf der Jahre hat die Mauer nachgegeben und einen “Bauch” gebildet mit dem Ergebnis, dass die aufliegenden Platten nach hinten absinken. Es wird also nicht so schnell langweilig – aber immerhin kann in Kürze die erste Probefahrt auf der neuen Fläche durchgeführt werden…

Bahnhof, oben ohne… (Stuttgart 21 lässt grüßen)

Die Bauarbeiten am Bahnhof gehen in eine weitere Phase. Inzwischen sind alle Glasscheiben aus den Bahnsteig-Dächern entfernt und die Sonne scheint herein. Offenbar wird damit der Abbau der Dächer vorbereitet und die Bahnsteige ins Gleisvorfeld verlegt.

noch ist alles "wie immer" das Glasdach ist weg

Doch stehen dann die Fahrgäste überall in der Sonne bzw. sind diese dann dem Wetter ausgeliefert? Wie sollen denn während der Bauarbeiten die Fahrgäste zu ihrem Zug kommen? Gibt es dann noch zusätzliche Zugänge mit Dach im Vorfeld? Hat da niemand dran gedacht, oder finden wir nur nichts darüber? Bei Deutschlands bestgeplanter Baustelle darf man so etwas doch nicht übersehen haben…

Eisenbahn-Neubau im Garten

Vor ziemlich genau 5 Jahren war es geschafft. Die große Gartenbahn konnte ihre Runden drehen. Doch die Natur beharrte auf ihrem Recht und eroberte Stück für Stück das Gelände zurück. Die Playmobil-Figuren wanderten mit ihren Häusern und Stühlen ins Gartenhaus und wegen Problemen der Streckenstabilität wurden im vergangenen Jahr die Gleise vorübergehend demontiert. Das schaffte für Efeu & Co. hervorragende Bedingungen, um das Gelände wieder vollständig zu übernehmen. An Eisenbahn-Fahren war in diesem Jahr jedenfalls nicht zu denken.

die Gartenbahn unterwegs Stop, Gleisbauarbeiten
das Gelände wird wieder gemacht

Nachdem die Treppen, die Terrassen-Platten und die Umrandung der Terrasse erneuert sind, ging es nun daran das Gelände der Bahnstrecke wieder herzurichten. Doch das erwies sich als mühsamer wie geplant. Ein ganzer Nachmittag ging dafür drauf, dass die ersten knapp vier Quadratmeter wieder eben und ohne Unkraut sind, auf der Hälfte dieser Fläche sind auch bereits Platten verlegt. Wenn es im Baumarkt wieder neue Platten zu kaufen gibt (wo leben wir eigentlich, dass Bodenplatten ausverkauft sind?) wird es weiter gehen und vielleicht kann noch in diesem Sommer die Bahn wieder ihre Runden drehen…

Klare Anweisungen für den Notfall in der S-Bahn

Wir fahren eigentlich selten mit der S-Bahn, aber gelegentlich ist es doch einfacher statt mit dem Bus oder der Straßenbahn eben mit der S-Bahn zu fahren. An den alten Wagen ist uns dabei aufgefallen, dass die Benutzungshinweise für den Notfall nicht wirklich hilfreich sind.

So ist auf dem roten Kleber beschrieben, dass im Notfall der rote Notknopf zu ziehen ist und dann der Griff betätigt werden kann. Doch wo ist denn der Notknopf? Den einzigen Knopf den wir gefunden haben, der ist schwarz und sorgt laut Beschriftung für das Schließen der Türe. Da es sich nicht um einen Notfall handelte, haben wir natürlich den roten Griff nicht gezogen – falls der Notknopf nicht benötigt wird, hätten wir ja dann die Türe geöffnet, was dem Fahrer sicherlich nicht gefallen hätte.

Suchspiel: Wo ist der rote Knopf?

Wer schreibt denn solche Anweisungen? Und warum ist dieser Griff in einer so praktischen Höhe von knapp 2m angebracht?

Nachdem wir eine Weile gefahren sind, haben wir übrigens den roten “Notknopf” gefunden. Er befindet sich an der anderen Türe oben in der Abdeckung der Türsteuerung. Dort gibt es auch nochmal einen Griff – offenbar muss man im Notfall also den Knopf drücken und zwei (!) dieser Griffe ziehen. Oder geht die eine Türe ohne den Knopf? Zum Glück werden die alten S-Bahnen schon bald gegen neue Modelle ersetzt. Ob da dann die Türsteuerung und -öffnung etwas verständlicher gelöst ist?

Die Höllentalbahn feiert Geburtstag

Am 21.Mai 1887 war es soweit und die ersten Fahrgäste konnten die neu gebaute Höllentalbahn von Freiburg nach Neustadt befahren. Zu Beginn der Strecke wurde der steilste Streckenabschnitt zwischen Hirschsprung und Hinterzarten mit einer Zahnrad-Lokomotive befahren, erst mit Einführung der Baureihe 85 in den 1930er Jahren machte die Zahnrad-Lokomotiven überflüssig. Von der imposanten Baureihe 85 ist allerdings kein einziges fahrfähiges Exemplar mehr erhalten, die einzige überhaupt erhaltene Lok ist 85 007 und die steht im Bahnbetriebswerk in Freiburg.

Dampfzug in Neustadt die Höllental-Version der Einheitslok (BR139) Blick von der Höllentalbahn

Am 24. Juni feierte die Bahn nun ihren 125. Geburtstag und neben Dampf-Sonderfahren war an den verschiedenen Bahnhöfen an der Strecke ein interessantes Programm. Im Bahnhof Titisee waren die Elektro-Lokomotiven der Baureihen 139, 143 und 146 zu besichtigen und in Freiburg gab es die E44 sowie je eine weitere 143 und 146 zu besichtigen.

im Himmelreich die E44 - mit ihr begann die Elektrifizierung 85 007 in Freiburg

Natürlich war es auch geplant, die Höllentalbahn nicht nur zu besuchen sondern auch zu befahren. So ging es von Neustadt hinab nach Freiburg und von dort mit dem Sonderzug direkt ins Betriebswerk. Die einzig erhaltene Höllental-Baureihe 85 steht dort als Ausstellungsstück und für die Kinder fuhr eine Miniatur-Eisenbahn ihre Runden. Wer wollte, konnte an einer BW-Besichtigung teilnehmen oder beim Luftballon-Weitflug mitmachen. Am Ende fuhren wir mit dem Sonderzug zurück und Lars durfte sogar im Führerstand (mit anderen Kindern) mitfahren. Das war ein toller Abschluss des Tages.

Im Erzbergwerk

Was für ein Kontrast. Am Samstag tollstes Sommerwetter und am Sonntag Regen und Nebel wie im Herbst. Schon länger hatten wir geplant, das Schaubergwerk “Tiefer Stollen” in Aalen zu besuchen. Und vom Wetter waren wir dort unabhängig. So fuhren wir los und konnten noch mit der letzten Bahn “einfahren” vor der Mittagspause.

Eingang zum Bergwerk die Lokomotive der Tunneleingang
Grubenhund zum Steine transportieren Grubeneisenbahn die unterirdische Ausstellung
Entwässerung Arbeitssituation unter Tage was aus dem Eisenerz produziert wurde

Nach einer längeren Fahrt durch den Zugangsstollen mit der Bahn durften wir aussteigen und in Form einer multimedialen Show erfuhren wir einiges über die Geschichte des Bergbaus in der Gegend und den Erzabbau. Zu Fuß ging es dann durch die toll aufbereiteten Stollen und unsere Leiterin erzählte aus dem Leben der Bergarbeiter. Die 1,5 Stunden vergingen sehr kurzweilig und am Ende konnten wir noch sehen, was denn alles aus dem hier gewonnenen Eisenerz hergestellt wurde – Figuren, Werkzeug und sogar Kurbelwellen gab es zu sehen.

Den beim Bergbau gefundenen Fossilien hat man sogar einen eigenen Bereich gewidmet. Eine Auswahl der verschiedenen Ammoniten und Steinarten konnten wir bewundern.

Endlich wieder fahrbereit

Sie war eine der ersten eigenen Lokomotiven und hat immer klaglos ihren Dienst verrichtet. Sie fuhr schon zu Zeiten, als man den Begriff “Digital” nur von Uhren kannte und die eingestellte Geschwindigkeit am Trafo für alle Lokomotiven gleichzeitig galt. Dann kam irgendwann der Fortschritt und die Lok war immer seltener im Einsatz. Es war eben viel toller eine E-Lok oder einen ICE seine Runden drehen zu lassen und weil die mit dem magischen Zusatz “Digital” ausgestattet waren konnten die unabhängig voneinander fahren oder halten.

wieder fahrbereit - 89 066

Da konnte die alte Dampflok nicht mithalten und wartete im Schrank auf ihre Wiederentdeckung. Nach vielen Jahren im Schrank hat allerdings der Motor ein wenig gelitten und für die modernen Digitaldecoder war sowieso ein neuer Motor erforderlich. Der freundliche Herr am Service wollte zwar zunächst darauf hinweisen, dass es neue Loks für wenig Geld gibt und die Reparatur wohl nicht lohnt. Aber nach ein wenig geschichtlicher Nachhilfe und der Erkenntnis dass es dieses Modell heute nicht mehr gibt nahm er den Auftrag zur Wiederaufbereitung an.

Und seit heute ist die kleine 89 066 wieder zurück und kann endlich auch “Digital” wie ihre jungen Geschwister, wegen denen sie jahrelang im Schrank stehen musste. Jetzt kann sie endlich zeigen, was sie schon früher konnte – fahren, fahren, fahren, fahren…

Es fährt ein Zug nach nirgendwo

Wo fährt denn dieser Zug hin? Wer das Ziel “Sturzburg” bei Google eingibt erhält den Hinweis:

Der Ort Sturzburg ist unbekannt.

Vorschläge:

  • Vergewissern Sie sich, dass alle Straßen- und Ortsnamen richtig geschrieben sind.
  • Vergewissern Sie sich, dass die Adresse einen Ort enthält.
  • Versuchen Sie es mit der Eingabe der Postleitzahl.
  • Kennen Sie diesen Ort und möchten Sie, dass jeder ihn finden kann? Hinzufügen zu Google Maps!

Offenbar ist die Anzeige des Ziels ein wenig durcheinander geraten vom vielen hin und her. Vermutlich ist der Zug schon so oft zwischen Würzburg und Stuttgart unterwegs gewesen, dass er nicht mehr wusste von wo nach wo er gerade fuhr. Also hat er Stuttgart und Würzburg kombiniert und eben “Sturzburg Hbf” angezeigt.

wo ist denn Sturzburg? Würzburg ist da eher bekannt

Es ist aber wohl nur ein Anzeigefehler an diesem einen Wagen, denn der Rest des Zuges hatte – wie auch die Zielanzeige am Bahnsteig – das richtige Ziel angegeben.

Man sollte nicht alles einfach so hinnehmen…

Dass die Bahn in der Region Stuttgart nicht gerade viele Freunde hat, dürfte den meisten die den Streit um “Stuttgart 21” verfolgen bekannt sein. Aber mit der jüngsten Aktion bringt die Bahn auch ihre guten Kunden – nämlich ihre Pendler – gegen sich auf. Weil das vorhandene Wagenmaterial der Bahn zu alt ist und wegen der 2016 zu erwartenden Neuausschreibung der Verkehrsleistung in der Region zu wenig neue Wagen gekauft wurden, kann die Rems-Bahn und teilweise die Murr-Bahn nicht mehr mit ausreichend Wagenmaterial bedient werden; statt 9 roten Nahverkehrswagen verkehrten teilweise nur 4 geliehene Wagen mit weniger Sitzplätzen pro Wagen. Doch die massiven Beschwerden der Fahrgäste hat wohl doch Erfolg gehabt.

Südostbayernbahn in Stuttgart Neckar-Alb-Bahn in Stuttgart

Offenbar wurden nun aus anderen Regionalbereichen zusätzliche Wagen ausgeliehen und sind nun nach Schwäbisch Hall oder Aalen im Einsatz. Zufällig sind uns heute Wagen der Südostbayernbahn, der Südbahn und der Neckar-Alb-Bahn auf ihrem Weg nach Aalen begegnet. Hoffen wir, dass die “neuen” Wagen bald kommen und die Ersatzzüge bald wieder verschwinden…

Wer die exotischen Fahrzeuge sehen will, mit denen die Bahn sonst die Pendler nach Aalen bringt, unter dem Stichwort “Neue Farben rollen nun in Stuttgart” gibt es im Bahnforum Stuttgart eine ausführliche Diskussion mit Bildern von den “Euro-Express-Wagen” und