Der zweite Geburtstag naht…

Im Juli 2009 wurde die Straßenbahnwelt eröffnet – es ist als ob es gestern war und doch sind es schon zwei Jahre. Noch immer hat das Museum für uns nicht seinen Reiz verloren und wir kommen immer wieder zu den tollen gelben, weißen, grünen, roten und orangen Fahrzeugen. Egal ob zu Ostern, in den Ferien oder an Weihnachten – es ist immer was geboten und alleine die Modell-Straßenbahnanlage übt einen so großen Reiz aus, dass wir gerne kommen.

Am kommenden Wochenende wird es nochmal mehr einen Grund geben, wieder in den ehemaligen Straßenbahn-Betriebshof nach Bad Cannstatt zu kommen. Die SHB als Museumsverein und die SSB veranstalten nämlich ein großes Geburtstagsfest mit vielen Highlights.

die gute alte Straßenbahn 60er-Flair im 21. Jahrhundert

Die verschiedenen alten Straßenbahnen werden dann sicher auch wieder ihre Runden drehen – neben den bekannten GT4 (auf dem Bild) gibt es auch noch ältere fahrbereite Triebwagen. Ob auch der Älteste von Ihnen – Wagen 222 wieder im Einsatz ist bleibt abzuwarten.

Auf der Internetseite der SSB gibt es auch ein ausführlicheres Programm: http://www.ssb-ag.de/Geburtstag-670-0.html

Absperrung, mal anders

Was sind denn das für komische Kleber an der Wand? Der erste Blick führte zum Boden uns suchte nach Kabeln oder einem Grund für die dezenten Klebesteifen.

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Auch wenn der Text “Bruchgefahr” etwas anderes vermuten ließe – die Klebestreifen dienen nur dazu, dass das frisch nachgespritzte Silikon in der Wandfuge nicht verteilt wird bevor es hart geworden ist. Vermutlich ist es billiger, einen Streifen Klebeband zu verschwenden, statt Hinweis-Schilder anzubringen.

Vergessene “Bodenschätze”

Nachdem die Straßen am Ostendplatz in der letzten Zeit zunehmend zum “Flickenteppich” geworden sind und das teilweise darunter liegende Kopfsteinpflaster zu sehen war, scheint die Stadt doch genug Geld aufgetrieben zu haben um in diesem Frühjahr die Haußmann- und Ostendstraße neu zu asphaltieren. Beim “Abschleifen” der Straße mussten die Bauarbeiter besondere Sorgfalt walten lassen, weil sich in der Straße teilweise längst vergessene “Schätze” verborgen halten.

hier fuhr vor langer Zeit die Straßenbahn vergrabene Gleise

Mit der Einstellung der Straßenbahn nach Gablenberg im Jahr 1978 waren die Gleise dort überflüssig geworden. Noch einige Zeit (solange bis der damalige Betriebshof am Ostendplatz aufgelöst wurde) sind einzelne Gleise noch benutzt worden, aber später wurde dann aus Kostengründen einfach darüber asphaltiert. Die abgeschliffene Straße gab so kurzzeitig einen Einblick in ihr “Inneres” und zeigte die längst vergessenen Schienen. Aber nachdem man nun ebenfalls nur wieder neuen Belag aufbringt und diese nicht entfernt, wird man die Schienen in ein paar Jahren (nach etlichen kalten Wintern) wieder sehen können…

Ostern bei der Straßenbahn

Der Osterhase kam in diesem Jahr nicht nur bei uns zuhause vorbei und bei den Omas und Tanten sondern machte auch einen Besuch im Straßenbahn-Museum – als das Lars mitbekommen hatte war für ihn klar, dass wir unbedingt auch dort vorbei müssen um endlich mal wieder die alten Straßenbahnen zu sehen, nach Ostergeschenken zu suchen und am Besten noch eine Runde mit der Museums-Linie fahren.

Ostereier-Suche in der Straßenbahn mit dem will ich fahren Museums-Linie am Bahnhof

Das Ziel “Straßenbahnwelt” sorgte für ein recht zügiges Frühstück und Anziehen ohne Murren – so konnten wir bereits um 10 Uhr ins Museum, und auch tatsächlich mit der ersten Fahrt in der alten Straßenbahn eine Runde drehen, bevor es zum Mittagessen zur Omi ging. Im Museum haben Lars und Lena einen Schoko-Hasen und einen Schoko-Marienkäfer gefunden und erfreuten sich an den vielen Fahrzeugen und am Videofilm übers Museum sowie an der Miniatur-Straßenbahn zum selbersteuern.

Wo sind denn ein Umsteige-Hinweise hin?

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember sind bereits vier Monate vergangen. Die meisten regelmäßigen Benutzer haben sich an die doch umfangreichen Veränderungen in der Fahrplangestaltung und den Linienführungen gewöhnt und doch gibt es immer noch “Holprigkeiten”. In den modernisierten Stadtbahnen sind die bisherigen sogenannten Perlschnüre – also die Reihenfolge der Haltestellen mit einem blinkenden Punkt an der aktuellen Station – nicht mehr eingebaut. Dafür hat man eigentlich geplant, Monitore in der Fahrzeugmitte zu montieren und neben den Linieninformationen auch Werbung und weitere Hinweise an die Fahrgäste zu vermitteln. Leider fehlen in einigen dieser Bahnen die Monitore. Damit gibt es keine Anzeige der Haltestellen-Abfolge mehr.

Umsteigen - aber wohin?

Und auch bei den anderen Stadtbahnen fällt auf, dass die bisher vorhandenen Umsteige-Hinweise weg sind – es gibt keine Hinweise mehr, z.B. in welche Linien am Charlottenplatz umgestiegen werden kann. Schade. Vielleicht nimmt sich jemand vom Kundenservice der SSB dieses Problems an und kümmert sich darum, mal sehen…

Unser kleinster Straßenbahn-Fan

Eigentlich sind wir bisher immer wegen Lars oder Steffen zum Straßenbahn-Museum und haben die alten Straßenbahnen bestaunt. Auch die Fahrt mit der Museumsbahn kam auf Initiative der beiden Männer. Doch diesmal war alles anders. Lars war mit Mama unterwegs und Lena war mit Papa spazieren – und irgendwie führte uns der Weg dann am Straßenbahnmuseum vorbei und Lena bog zielsicher ab zum bereitstehenden Museumszug.

mit der alten Straßenbahn unterwegs

So sind wir dann mit der alten Straßenbahn eine Runde gefahren und Lena hatte ihre Freude (der Papa natürlich auch) – endlich mal mitfahren und die volle Aufmerksamkeit von Papa haben, weil kein Lars da ist der Fragen stellt und vorne beim Fahrer sein will. Am Ende der Fahrt wollte Lena gar nicht aussteigen sondern weiterfahren. Aber wir kommen sicher bald wieder!

Der Zeit voraus

Die Bahn und die SSB haben offenbar zwei verschiedene Zeitrechnungen und offenbar ist die Bahn diesmal sogar schneller. Da mag man vom mächtigen Eisenbahnkonzern halten was man will – die Zukunft zählt.

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Doch irgendwie ist das was schief gelaufen. Während die U6 bereits zum Fasanenhof fährt (offiziell seit Dezember 2010) ist die U4 noch immer nach Botnang unterwegs (fährt seit Dezember zum Hölderlinplatz). Das Beste ist aber die aus dem Nichts am Bahnhof auftauchende U12, die über den Hallschlag bis nach Remseck fährt. Nach meinem Wissen enden die Schienen noch immer am Löwentor.

Vielleicht sollte die DB Regio mal mit der SSB sprechen oder deren Internetseite aufrufen…

Mit der Zacke unterwegs

Nachdem in dieser Woche der Kindergarten wegen “Konzeptionstagen” geschlossen war und Papa Urlaub hatte, waren verschiedene Kurzausflüge auf dem Programm, unter anderem sind wir nach langer Zeit mal wieder mit der Stuttgarter Zahnradbahn gefahren.

Stuttgarter Zahnradbahn

Für Lena war es das erste Mal in der Zahnradbahn, aber außer dass die Sitze etwas enger wie bei der Stadtbahn sind und kein ebenerdiger Zugang besteht waren für sie die Unterschiede zur “normalen” Bahn nicht wirklich erkennbar. Einzig interessantes war das große Fenster und der Blick auf die Stadt sowie die Begegnung mit der anderen Zahnradbahn auf der halben Strecke.

In der Straßenbahnwelt…

Nach längerer Pause waren wir am vergangenen Sonntag mal wieder im Straßenbahn-Museum und natürlich durfte dabei auch eine Rundfahrt mit der Linie 23 nicht fehlen. Wie “üblich” waren die ersten Anlaufpunkte die Modellstraßenbahn zum selbst steuern, der GT4 zum einsteigen und von unten zugänglich, die Schaltwand mit den Signalen und der Gleisbau-Bereich.

T2 Nr. 802 steht abfahrtbereit auf dem Weg als Linie 21 (Innenstadt) ein Stück Stuttgarter Geschichte - der GT4 nostalgischer Blick ins Innere

Als Fahrzeug war am Sonntag der T2 – also ein Zweiachser aus den 1960er Jahren mit einem Beiwagen (leider kein “Schiffle”) der vorhergehenden Bauserien unterwegs. Für die Hinfahrt wählten wir den Triebwagen und konnten so dem Fahrer zu schauen und erfuhren vom Schaffner viele Infos über die Strecke, das Fahrzeug und auch über unsere Stadt. Den Rückweg ins Museum verbrachten wir im Beiwagen, hier war mehr Platz und wir konnten ungehindert hinten auf die Strecke schauen. Zum Abschluss war im Museum nochmals ein Kurzbesuch drinnen angesagt (natürlich zum GT4 und zur Modellbahn) bevor wir mit der S-Bahn nach Hause fuhren.

Modell des Gartenschau-Triebwagens Kuscheltiere für den Triebwagen

Wer noch nach einer Möglichkeit sucht, die Aufarbeitung des Gartenschau-Wagens zu unterstützen, kann im Museum derzeit verschiedene Kuscheltiere kaufen – der Erlös fließt in die Renovierung. Hoffen wir, dass genug Geld zusammen kommt, dass dieses tolle Fahrzeug in absehbarer Zeit wieder in altem Glanz erstrahlen kann.

Morgens in der Bahn – die Besetzer

Nach länger Zeit wollen wir mal wieder einen neuen Fahrgast vorstellen, der uns die Fahrt stört. Heute soll es um den Besetzer gehen. Dieser Mitfahrer ist dadurch erkennbar dass er mit Vorliebe auf Plätze sitzt, die eigentlich für andere Fahrgäste gedacht sind. Das sind dann als Kinderwagenplatz oder Behindertenplatz deutlich gekennzeichnete Plätze an zentralen Stellen im Fahrzeug.

Grundsätzlich ist da ja nichts einzuwenden, solange bei Bedarf der Platz dann frei gemacht wird. Doch der Besetzer bleibt wo er ist – schließlich war er ja schon vorher da. Diskussionen sind nutzlos, weil er sie ignoriert. Auch wenn der Kinderwagen im Weg steht, der Rollstuhl den übrigen Durchgang blockiert – Hauptsache er sitzt.

Je nach Sitzhaltung und Tageszeit kann der Besetzer auch mit dem Bahnschläfer verwechselt werden – der macht allerdings gerne Platz wenn er wach wird. Den Bahnschläfer hatten wir ja bereits vor längerem hier vorgestellt…