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Am Wochenende waren wir nach fast 4 Jahren mal wieder im Teddybärenmuseum in Giengen. Seit unserem letzten Besuch haben sich manche Dinge verändert und mit Lena waren wir noch nie dort. So nutzten wir die Tatsache, dass wir ohnehin in Aalen waren und fuhren nach dem Skifahren nicht direkt nach Hause sondern zum Besuch von Knopf und seiner Freundin Frieda.

Neben der bekannten Lebensgeschichte von Margarethe Steiff und der immer wieder ergreifenden Suche nach den 3000 Teddybären gab es diesmal zwei Neuerungen zu sehen und auszuprobieren: Die riesige Schlangenrutsche und die großen Safari-Tiere im Obergeschoss. Hier können die Kinder (auch erwachsene Kinder) auf Einhörner, Elefanten, Bären, Kühe und andere Tiere klettern.
Am Ende des Museums-Rundgangs gibt es im Shop noch die Möglichkeit, ein kleines oder größeres Kuscheltier mit nach Hause zu nehmen. Seit einiger Zeit gibt es auch eine Kleidungs-Collection. Wir entschieden uns dann noch im Bistro etwas zu trinken, bevor wir uns auf den Heimweg machten. Mal schauen, ob es bis zum nächsten Besuch wieder so lange dauert…
Eigentlich wollten wir noch vor dem Ende der großen Keltenausstellung im Alten Schloss dort die Ausstellung ansehen. Doch der Hinweis auf der Internetseite “dass es aufgrund von verstärktem Besucherandrang “ zeitweise zu Wartezeiten kommen kann, hätte uns bereits im Vorfeld warnen sollen – ein Sonntagmittag ist für den Besuch denkbar ungeeignet. So standen wir dann auch vor dem Alten Schloss und sahen die Warteschlange. Wenn jeder Wartende nur 1min entspricht, sind wir alleine bei den Besuchern die noch vor dem Schloss stehen bei mindestens 1 Stunde. Vermutlich stehen die Besucher aber auch im Schlosshof und bis zur Kasse. Was nun? So entschieden wir uns, nicht zu warten und fuhren zum Lindenmuseum. Hier gibt es noch einige Wochen die Maya-Ausstellung zu sehen, in der die rätselhaften Schriften, das Leben und die Kultur der Mayas vorgestellt wird.

Für Kinder gibt es eine kostenlose Führung durch die Ausstellung, welche die Bedeutung von Kakao und die Maya-Kultur erklärt. Außerdem gibt es zahlreiche interaktive Elemente in der Ausstellung für alle Besucher: Das Maya-Orakel als frühzeitliches Horoskop, das Schriften-Puzzle, die Möglichkeit zum Maya-Ball spielen und verschiedene Videobeiträge.
Weitere Infos zur Ausstellung gibt es unter: http://www.lindenmuseum.de/deutsch/ausstellungen/sonderausstellungen/maya-code/
Auch das Naturkundemuseum muss immer wieder Neues anbieten, um nicht die Besucher zu verlieren. Während im oberen Bereich des Museums noch die Sonderausstellung zu 100 Jahre Naturkundemuseum zu sehen ist, wird in der darunter liegenden Ebene bereits an einem neuen Bereich gearbeitet, welcher das Erdaltertum und dessen Insekten präsentieren soll.

Außerdem gibt es das neue Mammut und sein Kind zu sehen, das künftig das Mammut-Diorama bereichern werden.
  
Es lohnt sich also immer wieder, vorbei zu kommen. Auch im Rosensteinmuseum gibt es derzeit noch eine Sonderausstellung – Unter dem Motto “Vielfalt durch Innovation” werden noch bis Ende Mai 2013 dort verschiedene Orchideen gezeigt, weitere Infos und aktuelle Termine gibt es unter www.naturkundemuseum-bw.de
Mit viel Aufwand organisierte der Museumsverein SHB am Wochenende 15.+16.09.2012 ein Fest zum 25. Jubiläum. Der besondere Höhepunkt war eine Parallelfahrt von verschiedenen Straßenbahnen und Bussen entlang der Neckarstraße. Altersmäßig aufsteigend fuhren die Fahrzeuge vom SWR bis zum Tunnel am Stöckach – begleitet durch unzählige Fotografen außerhalb der Fahrzeuge.

Auch im Museum gab es besondere Angebote – Basteln, Kinderschminken und eine Modellbahn- und Zeitschriftenbörse. Die historischen Busse fuhren das ganze Wochenende vom Museum zum Schlossplatz und zurück, die Straßenbahnen konnten an beiden Tagen ihre Stadt-Runde und die Fernsehturm-Strecke befahren und so voll waren die Fahrzeuge schon lange nicht mehr. Als nächster Höhepunkt findet an den Advents-Sonntagen wieder die Glühweinfahrt statt – aber das ist ja noch eine Weile hin…
Weitere Bilder von der Straßenbahn und vom Fest gibt es in unserer Galerie.
Als im Jahr 1912 der Konditor Alfred E. Ritter mit seiner Frau die Idee für eine eigene Schokoladen- und Zuckerwarenfabrik in die Tat umsetzte, dachte niemand daran, dass im Jahr 2012 “Ritter Sport” in ungefähr 90 Ländern der Welt verkauft wird. Die Firma Ritter toure in diesem Jahr durch die Republik mit der bunten Schokotour und am Ende gab es in Waldenbuch am Firmensitz das große Fest der Sinne.
Auf dem Areal dominiert das Quadrat – egal ob als Häuserform, als Kunstobjekt oder in Form des Firmenlogos.

Es gab zahlreiche Angebote – Schokowerkstatt für die Kinder, Bobbycar-Parcour, Seifenblasen-Machen, Klettern, Bauen und vieles mehr. Neben dem Museum Ritter war dann der vermutlich größte Schokoladen. Im 1.OG wurde die Produktgeschichte erklärt und für die Besucher eine kleine Schokofabrik mit Lkw aufgebaut. Durch einen Knopfdruck wird eine Minitafel “produziert” und mit dem Lkw zum Ausgabeschacht gefahren – Groß und Klein umlagerten die kleine Fabrik, um selbst eine kleine Tafel zu erbeuten.

Damit es in Waldenbuch kein absolutes Verkehrschaos gab, hatte Ritter sogar zahlreiche kostenlose Shuttlebusse organisiert, welche die Besucher aus dem Umland heranfuhren und wieder nach Hause brachten. Natürlich konnten wir dem Ruf der Schokolade am Ende des Tages auch nicht widerstehen und erleichterten Shop um einige Tafeln Schokolade. Und wir waren sicherlich nicht das letzte Mal hier…
Der im Straßenbahnmuseum stehende GT4-Triebwagen 722 führte im hinteren Bereich der Museumshalle bisher eher ein Schattendasein und war auch nicht innen zugänglich. Und doch hat er eine Besonderheit, die auf den ersten Blick überhaupt nicht auffällt. Die Triebwagen der 6.Bauserie (Nr. 7xx) aus 1964 wurden alle zunächst mit blauen Kunstleder-Sitzen ausgeliefert, die aber schon schnell gegen die damals üblichen roten Sitze getauscht wurden. Im Lauf der Jahre wurden dann die verschiedenen GT4 alle mehr oder weniger angeglichen. Irgendwann wurden die großen Türöffner entfernt, die Kasse abgeschafft, eine separate Fahrerkabine eingebaut, die Doppelblinker gegen die großen Blinker ersetzt. Als letzte große Modernisierung wurden die bis zur endgültigen Umstellung 2007 erforderlichen Straßenbahnen mit neuer Inneneinrichtung (z.B. grüne Polstersitze) ausgestattet.

Der Wagen 722 war zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr zum Umbau vorgesehen und behielt die alte Inneneinrichtung. Das macht es für die Mitglieder des Straßenbahnmuseums einfacher, das Fahrzeug wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurück zu versetzen. Es werden wieder die Doppelblinker angebracht, die blauen Kunstledersitze werden wieder eingebaut und die Fahrerkabine wird entfernt. Am Ende soll Wagen 722 wieder in der alten Farbgebung lackiert werden mit den Zierstreifen und dem grauen Dachansatz.

Wir freuen uns, dass wir in absehbarer Zeit die seltenen blauen Sitzbezüge und 1960-Stil “erleben” dürfen, aus den damaligen Einsatzjahren gibt es ja leider keine wirklichen Bilder. Offenbar war es niemand bewusst, wie besonders diese Fahrzeuge waren und keiner hat einen teuren Farbfilm für die alltägliche Straßenbahn verschwendet. Danke, liebe SHB für diese tolle Initiative. Beim nächsten Besuch werden wir nachschauen, wie weit die Rückverwandlung des 722er bereits fortgeschritten ist.
Den Nachmittag des Feiertags verbrachten wir (nach einer Empfehlung vom Auto-Navi) auf der Burg Guttenberg. Allerdings besteht wohl zum namensgleichen Ex-Minister hier kein direkter Bezug, da dessen Vorfahren im fränkischen Bereich ihre Burgen- und Landbesitze hatten. Die Burgherren gehören schon seit Mitte des 15. Jahrhunderts der Linie Gemmingen-Guttenberg der Freiherren von Gemmingen an. Wer mehr zur Familiengeschichte lesen will, kann dies über den verlinkten Wikipedia-Artikel tun.

In den fast 800 Jahren seit der Gründung der Burg (im 14. Jahrhundert wurde die Burg erstmals erwähnt) war sie eigentlich kontinuierlich bewohnt und wurde nie erobert oder zerstört. Im Inneren der Burg (der nicht bewohnte Teil) befindet sich ein Burgmuseum, das einen Besuch wert ist und im Hof der Burg hat die Deutsche Greifenwarte ihren Sitz und veranstaltet mehrmals am Tag Vorführungen mit verschiedenen Greifvögeln. Vom Museum gibt es auch einen Weg hinauf auf den Turm, unterwegs spukt auf Knopfdruck noch das Burggespenst und von oben hat man einen tollen Blick über die Gegend – bis hin zur Burg des Götz von Berlichingen (Burg Hornberg).
Wie auf zahlreichen anderen Burgen finden auf der Burg Guttenberg auch regelmäßige Mittelalter-Events statt. Vielleicht wird uns der Weg einmal wieder hier her führen.
Den Geburtstag von Lars haben wir bei den Dinos gefeiert, mit den Kindern gab es eine Führung durchs Museum und alle durften noch eine Dinosaurier-Kralle aus Gips machen.

Die Kinder waren alle sehr aufmerksam und hatten ihre Freude, auch für Papa war die Führung interessant – es gibt eben noch viel mehr zu erfahren, als was auf den Schildern steht.
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