XP-frei

Es ist geschafft! Knapp 2 Wochen bevor bei Microsoft die letzten Updates für Windows XP veröffentlicht werden, hat der letzte XP-Rechner den Umstieg hinter sich gebracht. Auch wenn der PC der Kinder nur wenig Internetkontakte hat, wäre das ungute Gefühl geblieben, hier ein gewisses Risiko für das gesamte Netzwerk zu haben. Auch die nichtadministrativen Benutzer geben da wenig Sicherheit. Und mit einiger Mühe ist es tatsächlich gelungen, ein funktionierenden Windows 7 auf den Rechner zu bringen.

Und wer glaubt, das Installieren geht schnell der darf sich auf 3 Tage Update-Marathon gefasst machen. Erstaunlich, wie viele Updates auch Windows 7 schon bekommen hat (trotz Servicepack 1) und wie oft dabei ein Neustart und erneute Suche von Updates erfolgen kann. Aber immerhin läuft nun wieder alles und wir sind zuhause tatsächlich XP-frei. Wie sieht es denn bei Euch aus? Nutzt Ihr noch XP? Und auch nach dem 08.04.2014??

Noch neunmal Patchday für XP

Das bewährte Windows XP geht seinem offiziellen “Ende” mit großen Schritten entgegen. Die meisten Nutzer haben sich daran gewöhnt, dass am zweiten Dienstag im Monat der sogenannte “Patchday” ist und es an diesem Termin neue Updates für Sicherheitslücken und neue Funktionen gibt. Doch für Windows XP endet dies im April 2014 unwiderruflich.

Patch-Day - Updates frei Haus

Damit ist auch Schluss mit dem Stopfen von Sicherheitslücken – die Unterstützung von neuen Geräten, größeren Festplatten und ähnlichem ist ein Problem mit XP. Wer also jetzt noch auf das Fossil der Windows-Betriebssysteme setzt, der sollte langsam über einen neuen PC oder zumindest ein neues Betriebssystem nachdenken. Auch wenn Windows XP nach diesem Termin weiter funktionieren wird, sollten die Risiken der nicht mehr geschlossenen Sicherheitslücken für einen Umstieg ausreichen. Immerhin knapp 25% unserer Besucher nutzen noch immer XP als Betriebssystem – obwohl XP inzwischen 12 Jahre alt ist…

Tablet oder nicht?

Eigentlich wäre es cool ein Tablet zu haben. Aber ein Apple iPad? Nein. Es ist unpraktisch nur per Email oder iTunes die Daten und Programme zu übertragen und Windows-Programme tun da überhaupt nicht. Ein Android-Gerät? Nein, da gilt das gleiche wie beim iPad – es gehen keine Windows-Programme. Und umgewöhnen wollen wir uns nicht. Aber immerhin wäre es preislich interessant. Doch wie läuft das mit dem Drucken? Was gibt es für Office-Anwendungen? Nein, kommt nicht in Frage. Bleibt nur noch Windows. Und da bietet Microsoft theoretisch drei Varianten an: Windows 7. Eigentlich eine tolle Idee, das läuft auch zuhause auf den PC’s und funktioniert stabil. Aber als Tablet-Betriebssystem zum Finger-Tappsen? Irgendwie kann ich mich da nicht mit anfreunden. Windows 8 RT? Klingt zunächst interessant, aber die Windows-Programme laufen da auch nicht, nur die Apps und eine spezielle Office-Version ohne Makro-Funktion. Scheidet also auch aus. So bleibt am Ende nur das “richtige” Windows 8.

Aber wer glaubt, dass damit die Entscheidung getroffen ist und der Kauf stattfinden kann, der irrt.

Die Frage nach dem Prozessor ist mindestens genauso spannend. Wir sind uns einig, dass es kein schmalbrüstiger Atom-Prozessor sein soll. Dann bleiben nur Intel Core i3 und i5 übrig. Und die gibt es in knapp einer Handvoll Geräte. Wenig Auswahl bedeutet somit auch wenig Qual, oder? Nein. Denn irgendwie hakt es bei den weiteren Komponenten.

Warum gibt es keine Full-HD Auflösung? Warum fehlt der MicroSD-Speicherplatz zum Erweitern?? Und warum gibt es trotz Multi-Touch keine Stiftunterstützung bzw. keinen Stift dazu?

Bisher sind die Dinge wie Akkulaufzeit, 3G/LTE-Unterstützung oder Tastatur/Cover noch überhaupt nicht bewertet worden. Auch der Preis spielte keine Rolle. Und doch bleibt bereits jetzt kein geeignetes Gerät übrig. Das einzige interessante Gerät “Razer Edge Pro” hat zwar auch keinen Speicherkarten-Slot aber immerhin 128-256GB Speicher. Doch leider ist der Andrang für dieses Gerät so groß, dass der Hersteller auf Monate hinaus eine “Warteliste” führt. Und der Preis von 1200-1500$ ist auch nicht gerade ein Schnäppchen.

Ein Kauf wäre also immer ein mehr oder weniger großer Kompromiss (und eventuell ein recht teurer dazu) So bleiben wir erstmal ohne Tablet. Und solange es kein wirklich interessantes Gerät gibt, soll sich Microsoft beschweren dass der Verkauf der Tablets mit Windows 8 schleppend entwickelt. Vielleicht kommen die PC-Hersteller irgendwann mal auf den Dreh und bieten Geräte an, die der Kunde auch wirklich will – teilweise sind die Geräte ja schon recht gut, aber es fehlen eben einzelne Dinge. Und dass man keinen SD-Slot eingebaut hat ist sicherlich kein Platzproblem…

Falls einer unserer Leser ein Windows-Tablet weiß, dass unseren Wünschen entspricht: Immer her mit dem Tipp.

Warnung! Internetrisiken nicht unterschätzen…

Wer bisher glaubte, er hat im Internet nichts zu befürchten, der sollte genauer lesen. Leider ist es inzwischen nicht mehr das einzige Risiko, dass man infizierte Email-Anhänge bekommt von Leuten die man nicht kennt. Die Qualität der betrügerischen Mails wird mit jeder Welle besser. Teilweise sind die Mails bereits mit namentlicher Anrede oder individuellen Kundennummern (o.ä.) versehen. Auch wird nicht immer eine infizierte Anlage mitgesandt, sondern auch auf manipulierte Webseiten verwiesen.

Aber das ist leider nur ein kleiner Teil der Risiken die man recht einfach vermeiden kann – nicht klicken, nicht öffnen.

Ein weit größeres Risiko ist der eigene Browser und dessen Plugins. Die Internetseiten erwarten zwischenzeitlich zahlreiche Erweiterungen wie Flash, Acrobat Reader, Java, JavaScript, ActiveX, Silverlight oder vieles mehr. Und wie auch beim Betriebssystem oder beim Office gibt es auch im Browser sowie in den Erweiterungen kleine Fehler, die unter Umständen von “Angreifern” für die Infektion des eigenen PC missbraucht werden können. Leider passiert das aber nicht mehr (wie noch vor einiger Zeit) durch Anklicken von Dateien sondern bereits alleine durch den Besuch der Seite.

Internet-Kriminelle haben dafür spezielle “Baukästen” geschaffen, die prüfen welche Sicherheitslücken der PC besitzt und diese dann für die Infektion ausgenutzt werden. Allerdings passiert die Infektion nicht mehr wie früher ausschließlich auf “Illegalen” oder “Schmuddelseiten”. Durch Werbebanner kann es fast jede Webseite treffen, auch so rennomierte Seiten wie die Sparkasse oder der TV-Sender NBC wurden in den letzten Tagen “gehackt” und der Besuch dieser Seiten hat eventuell bereits Viren oder andere Malware auf dem PC installiert.

Wer nun meint, weil er kein Onlinebanking macht, ist er sicher der täuscht sich ebenfalls. Die Kriminellen haben es nicht mehr nur auf PIN und TAN abgesehen, sondern interessieren sich z.B. für Bilder oder “sperren” den PC vor einem Zugriff und verlangen Lösegeld. Während der “Diebstahl” von privaten Bildern wohl meist eher uninteressant ist (das dürfte eher Firmen und deren Firmengeheimnisse betreffen), ist ein vor dem Zugriffe gesperrter PC extrem nervig. Dabei werden die Methoden zur Einnistung im System auch ständig verbessert und in aktuellen Versionen sogar z.B. der abgesicherte Modus deaktiviert, eine eher unbekannte Stelle für den Autostart verwendet und vieles mehr.

Neben einem aktuellen Virenschutz sollte man daher auch mindestens eine Firewall verwenden und trotz dem dadurch entstehenden Update-Terror die regelmäßig erscheinenden Update zeitnah installieren. Wer ein Plugin nicht braucht: Löschen! Ein nicht vorhandenes Plugin kann auch keinen Schaden verursachen und muss auch nicht installiert werden.

Eine interessante Seite, um den eigenen Browser und dessen Einstellungen zu prüfen haben wir für euch auch:

https://www.desine.de/de/web/guest/browsercheck

Hier wird euer Browser insgesamt 23 Prüfungen unterzogen und eventuelle Probleme euch danach angezeigt. Es gibt sogar Hilfestellungen, wie ich eventuelle Probleme beheben könnt.

Was ihr vielleicht auch noch überlegen solltet: Vielleicht macht neben dem eigenen Haupt-Benutzer-System ein virtuelles Betriebssystem noch Sinn: Mit dem kostenfreien Programm “Virtualbox” könnt ohne großen Aufwand einen virtuellen PC im PC erstellen und nutzen. Wenn ihr es wollt, kann dieser auch mit dem Haupt-PC kommunizieren – für reines Internet-Surfen wäre das aber meist nicht erforderlich. Damit wäre das eigene System “sicher” und wenn dem Surf-System etwas passiert kann es schnell und ohne Verlust der eigenen Daten neu eingerichtet werden. Als Gast-Betriebssystem bietet sich meines Erachtens ein linuxbasierendes System an – das Risiko hier von Malware befallen zu werden ist dabei eher gering. Wenn ihr an der Nutzung von Virtualbox interessiert seid, aber ein Problem mit der Einrichtung oder so habt, wir helfen nach unseren Möglichkeiten gerne – einfach hier in die Kommentare schreiben, dann kann die Lösung auch hier geschrieben werden.

Nur mal schnell ein Recovery?

Das Recovery eines Computers ist definitiv die letzte Chance, ein Problem zu beseitigen. Nachdem wir fast zwei Wochen mit dem Virenschutz gekämpft hatten und es bei jedem Neustart eine andere Fehlermeldung kam, war irgendwann der Beschluss gefasst, das Gerät zu recovern. Eigentlich kein großes Problem: Es gab von allem eine DVD mit den Daten, Programmen und Einstellungen. Außerdem gab es die “verlockende” Funktion F11 – Systemwiederherstellung im Bootmenü.

Nach einer gefühlten Ewigkeit war zumindest das Windows-System wiederhergestellt. Doch dann haben die wirklichen Probleme angefangen. Selbst die individuell vorgenommene Partitionierung der Festplatte wurde auf die Hersteller-Einstellungen zurückgesetzt. Beim ersten Einrichten (vor immerhin 3 Jahren) war es uns gelungen, die Haupt-Partition zu teilen und eine Daten-Partition zu erstellen. Diesmal klappte das nicht. Erst eine Suche im Web und ein genaues Anschauen der Partitionierung ergab die Lösung. Es können nur eine begrenzte Anzahl von Partitionen auf einer Platte existieren und die war eben mit den neuen Systemeinstellungen bereits erschöpft.

Eine kleine HP-Tools-Partition fiel daher dem Löschungsvorgang zum Opfer und ermöglichte die Teilung des Laufwerk C. Nun war zumindest wieder die Laufwerkzuordnung passend.

stolze Liste mit 135 wichtigen Update

Zunächst wollte Windows dann nur 3 Updates installieren. Welch eine Freude. War hier bereits bei der Installation das Internet zum Update verwendet worden? Nein. Beim nachfolgenden Neustart waren stolze 135 wichtige Updates verfügbar, danach nochmals je 50-60 und insgesamt waren es über 200 Updates. Mit jeder Programminstallation kamen weitere Updates hinzu und nahezu täglich wollte er neu starten, weil Updates automatisch installiert wurden.

Inzwischen (nach 10 Tagen seit Neuinstallation) sind alle wichtigen Programme wieder installiert, die Daten zurück übertragen und es scheint tatsächlich wieder ein aktuelles System zu sein. Ein System mit dem ganz normalen Update-Terror: Eben meldete der Adobe-Readers, dass eine neue Version verfügbar ist, das Java will ein Sicherheitsupdate installieren und auch der Flash-Installer braucht die Genehmigung zur Durchführung einer Aktualisierung. Beim starten des Fernwartungs-Tools “Teamviewer” teilte uns dieser mit, dass es eine aktuellere Version gibt und VirtualBox hat auch mal wieder eine Verbesserung des Benutzererlebnisses erschaffen. Hört das denn nie auf mit den Updates? Wahrscheinlich installiert McAfee gleich noch eine neue Version und will einen Neustart – möglichst noch bevor  dieser Text fertig geschrieben ist. Oh nein, hätte ich es nur nicht geschrieben…

“Schnell” ein Recovery ist auf jeden Fall nicht möglich und die Stunden, welche das System gebraucht hat um wieder aktuell zu sein (ohne die Programminstallation) sind auch nicht gerade wenig. Aber immerhin läuft wieder alles und wir werden so schnell kein Recovery mehr durchführen…

Verlängertes Leben für Windows…

Auf einem unserer Computer läuft noch Windows XP, das immerhin noch 2 Jahre mit Updates versorgt wird. Die beiden anderen PC sind erst zwei Jahre alt und laufen mit Windows 7 – eigentlich noch kein Alter um über einen Ersatz nachzudenken. Und der Hinweis von Microsoft über den Support-Zeitraum für das aktuelle Windows lässt auch in absehbarer Zeit keine Notwendigkeit erkennen hier was zu ändern.

Immerhin bis zum Jahr 2020 wird Microsoft noch für Updates zu Windows 7 (alle Editionen) liefern. Egal was also das angekündigte Windows 8 bringt und unabhängig was ein noch nicht mal entwickeltes Windows 9 erwarten lässt – 8 Jahre auf dem Laufenden bleiben ist eine für Computer unglaublich lange Zeit.

Auch für alle anderen Produkte bietet Microsoft eine Liste mit der “Lebensdauer” aller jemals erstellten Soft- und Hardware: http://support.microsoft.com/gp/lifeselectindex

Eine neue Version des LiveWriters

Lange Zeit war es ruhig um den LiveWriter und wir hatten uns an das Menü und die Benutzeroberfläche gewöhnt. Vor Kurzem wurde nun eine neue Version veröffentlicht – LiveWriter 2011. Derzeit befindet sich die Version zwar noch im Beta-Stadium, funktioniert aber problemlos. Ein paar Menüpunkte sind noch nicht endgültig ins Deutsche übersetzt, aber das stört nicht weiter.

Über Windows LiveWriter

Was ist neu?

Das Programm wurde an das aktuelle Office 2010 angepasst und besitzt nun ebenfalls eine Ribbon-Bar statt dem bisherigen Menü. Für Benutzer der früheren Version ist es am Anfang erstmal schwer, sofort die gewünschte Funktion wiederzufinden – in manchen Dingen war die Vorversion intuitiver, z.B. beim Bilder einfügen erschien gleich das Menü zum Anpassen. Nun muss ggf. erst auf die Bildfunktion umgeschaltet werden und dann kann die Einstellung vorgenommen werden. Das Menü mit dem Link, dem Text und der Ausrichtung ist in mehrere Felder aufgeteilt und wird getrennt voneinander eingestellt.

Die Funktion zum Einfügen von Bildern und Videos wurde um verschiedene Varianten erweitert und es können nun direkt Bilder/Videos aus dem Internet oder von Onlinediensten eingefügt werden.

Wenn man – wie bei Office 2010 – eine Weile mit dem neuen Menü gearbeitet hat, ist man daran gewöhnt und nutzt es wie wenn es immer so war, ein “zurück” auf die alte Version erfordert dann ein Umdenken.

der alte LiveWriter der neue LiveWriter

Interessant ist die Funktion “Alle anzeigen”, hier können grundlegende Einstellungen zum Veröffentlichen des Artikels eingestellt werden z.B. ob für diesen Artikel Kommentare zugelassen sind, unter welchem Benutzer der Artikel veröffentlicht wird und vieles mehr. In der bisherigen Version war dies hinter einem Doppelpfeil rechts unten verborgen und fristete ein Schattendasein – durch den Text ist es nun auffälliger und insgesamt besser gelöst.

Fazit

Es lohnt sich nach unserer Meinung, das Update zu installieren. Auch die neue Version ist kostenfrei und alle bisherigen Einstellungen werden problemlos übernommen. Gefühlt startet das Programm schneller und führt die Befehle schneller aus. Wer selbst den Test machen will, kann unter http://explore.live.com/windows-live-messenger-beta die neue Version herunterladen. Mit der Setup-Datei kann dann ausgewählt werden, welche Windows Live Programme installiert oder aktualisiert werden sollen – auch für Windows Live Mail und die Fotogalerie gibt es eine aktualisierte Version mit den Ribbons.

Der Internet Explorer hat Geburtstag

Heute vor 15 Jahren – am 16.08.1995 – erschien die erste Version des Internet Explorers von Microsoft. Für die meisten Menschen – auch für uns – war das Internet etwas für Freaks und die Zahl der Seiten war überschaubar. Nur wenige sahen die Notwendigkeit, dazugehören zu wollen. Der Zugang zum Internet wurde über damals sündhaft teure Einwahl-Modems mit 9600bit/s ermöglicht, im Lauf der Zeit beschleunigte sich der Zugang auf unvorstellbare 56000bit/s und durch sogenannte “Kanalbündelung” war mit ISDN sogar eine theoretische Übertragungsrate von 128kbit/s möglich.

Die im Herbst 1995 veröffentlichte Version 2 war vermutlich ebenfalls wenig verbreitet, erst die 1996 veröffentlichte Version 3 schaffte eine zunehmende Verbreitung, weil sie mit Office 97 verteilt wurde. Ab dem Internet Explorer 4 (Herbst 1996) war der Browser erstmalig Bestandteil des Windows-Betriebssystems (Windows 98) und bot auch für Windows 95-Nutzer die “Active-Desktop” Funktion, eine frühe Möglichkeit veränderbare Daten direkt auf dem Desktop dazustellen, wie es sich eigentlich erst mit Windows Vista und der Sidebar aufgrund des zunehmenden Breitband-Internets durchsetzte.

Internet Explorer 4

Erst 2 1/2 Jahre später im Frühjahr 1999 wurde der Internet Explorer 5 vorgestellt, der erstmals XML-Formate unterstützte. Eine weiterentwickelte Version 5.5 wurde in Windows Me – der ungeliebten “letzten” Windows-Version auf 9x-Basis integriert.

Mit Veröffentlichung von Windows XP im Jahr 2001 wurde auch der neue Internet Explorer 6 veröffentlicht, farblich angepasst an das Design von XP war er über viele Jahre Standard auf den meisten Windows-PC. Erst fünf Jahre später im Jahr 2006 folgte Internet Explorer 7, der erstmals die vom Firefox bekannten Reiter (Tabs) besaß und der eine konfigurierbare Suchmaske erhielt.

Die derzeit aktuelle Version 8 des Internet Explorers gibt es seit Frühjahr 2009 und ist eine Weiterentwicklung des Version 7 mit zusätzlichen Sicherheits-Funktionen und RSS-Unterstützung. Außerdem sollen die HTML-Standards zu 100% umgesetzt werden. Wie vieles in der Elektronik- und Computerbranche hat auch die aktuelle Version kein dauerhaftes Leben, der Internet Explorer 9 ist bereits angekündigt und soll ab Herbst 2010 in einer Beta-Version veröffentlicht werden.

Nach einem Rechtsstreit mit der EU musste Microsoft in diesem Jahr das Tool “Browser-Wahl” auf allen Windows-PC installieren, die meisten Benutzer werden aber dieses Tool eher lästig und verwirrend gefunden haben und nicht wirklich hilfreich. Wie sich die Marktanteile der Browser in Zukunft weiter entwickeln bleibt abzuwarten…

Das neue Office 2010 ist da!

Es ist soweit. Wer seit 5. März 2010 ein neues Office 2007 von Microsoft gekauft hat kann nun unter http://office.microsoft.com/de-de/tech-guarantee/ sein kostenfreies Update auf Office 2010 herunterladen und ggf. als DVD bestellen (das kostet allerdings knapp 15€). Das einzige was man tun muss ist anzugeben dass das Office 2007 im Zeitraum seit 5. März gekauft und aktiviert wurde. Dann wird der Produktschlüssel geprüft, der neue Installationsschlüssel erstellt und der Download kann starten.

Die Office-Versionen 
Office Home und Student / Office Home und Business / Office Professional

Mit 600 MB fällt der Download angenehm klein aus und die Installation läuft nach Eingabe der Installationskennung als Update ohne weiteres Zutun ab. Der erste Start einer Office-Anwendung dauert weil die Konfiguration noch abgeschlossen wird und Outlook optimiert nach dem ersten Öffnen die Datei. Danach startet alles schön flott. Vor der Installation muss eine eventuell installierte Beta-Version von Office 2010 deinstalliert werden, die vorherigen Einstellungen (Outlook-Konten, Schnellstart-Symbole,…) bleiben aber erhalten, wenn man die Installation danach mit den vorgeschlagenen Einstellungen durchführt.

Was gibt es für Änderungen? In Outlook, Publisher und OneNote wurden die in der letzten Office-Version eingeführten Ribbons nun auch vollständig umgesetzt. Der Office-Button oben ist dem Reiter ‚Datei‘ gewichen und dieses Menü erscheint nun logischer. Außerdem wurde die Internet-Anbindung ausgeweitet – jede Datei kann direkt aus dem Programm auf einen Internetspeicherplatz (z.B. Skydrive) übertragen werden. Mit den kostenfreien WebApps von Office 2010 kann dann von überall darauf zugegriffen und die Datei bearbeitet werden.

Ein kurzes Fazit: wer noch mit Office 2003 oder älter arbeitet bekommt eine rundum durchdachte Office-Version und kann nach der Installation der Version 2010 einen Teil der Kosten durch Verkauf des 2007er-Office wieder ausgleichen. Wer bereits Office 2007 hat dürfte wenig Gründe finden warum er das neue Office braucht.

Wer übrigens glaubt, günstig von Office 2007 auf 2010 zu aktualisieren und eine Upgrade-Version erwerben will, wird diesmal enttäuscht. Es gibt bei Office 2010 keine kostengünstigen Upgrades mehr – nur Vollversion (FPP) oder Lizenzkarte zum Download (MLK), allerdings ist nur die Vollversion dazu berechtigt, zusätzlich auf einem tragbaren Gerät installiert zu werden. Wer PC plus Laptop ausstatten will, ist mit der Vollversion günstiger…

Wegen grober Unsportlichkeit disqualifiziert

Gibt es bei Herstellern von Computerspielen so etwas wie Kundenservice? Leider scheint man in dieser Branche eher am (schnellen?) Geldverdienen interessiert zu sein – mit wenigen Ausnahmen…

Wir wollten vor ein paar Tagen zwei Rennspiele aus dem Jahr 2005 (u.a. DTM Racedriver 2) installieren und spielen. Doch beim Wollen ist es in einem Fall auch geblieben! Das Spiel weigert sich hartnäckig unter Windows 7 zu laufen. Allerdings liegt das nicht am Spiel selbst sondern am verwendeten Kopierschutz. Der in den Spielen verwendete Schutz heißt ‚StarForce‘ und will sich als Gerätetreiber installieren. Doch leider ist dieser Treiber nicht für Windows Vista und schon gar nicht für Windows 7 oder etwa eine 64Bit-Version erhältlich – ein Update ist auch nicht geplant. Danke!

Eine Anfrage an den Spielehersteller ergab dass es für dieses Spiel keine Updates mehr gibt und es wegen Kopierschutz eben für Windows 7 und Vista nicht geeignet ist. Dem Beispiel anderer Firmen (z.B. Synetic) aufgrund der Inkompatibilität den Kopierschutz durch einen Patch zu entfernen, will man nicht folgen – dann könnte das Spiel ja auch noch mit einem aktuellen Computer gespielt werden und der Verkauf der neuen Spiele würde vielleicht gebremst.

Doch für uns hat sich die Firma leider disqualifiziert – wer so mit Kunden umgeht braucht scheinbar keine zufriedenen Kunden. Ein weiteres Spiel der “Codemeister” (Name der Firma geändert) wird es bei uns jedenfalls nicht geben. Schade, eigentlich war es ein tolles Spiel…